Diesen Text erhielten wir als Brief von Waltraud H., Geigerin in einem Sinfonieorchester.
Anbei sende ich Ihnen meine ersten Erfahrungen mit meiner „Bühnenmischung“. Meine Angst auf der Bühne äußerte sich in Unkonzentration, Abwesenheit, Black-out über viele Takte hinweg. Ich fühlte mich wie gelähmt, Spielfreude fiel auf den Nullpunkt, Fehler im Spiel ließen mich verkrampfen. Die eigene Verkrampfung ließ ein freundliches Lächeln zum Nachbarn nicht mehr zu. Habe bereits am Nachmittag des Konzerttags mit der von Mechthild Scheffer empfohlenen Mischung Aspen, Water Violet, Star of Bethlehem und Cerato begonnen.
Reaktion am ersten Abend:
Ich fühlte mich locker und entspannt. Die Konzentration hielt den gesamten Abend an. Es gab kein Black-out. Die Noten wurden von mir plastisch gesehen und erkannt, und ich konnte sie mit Leichtigkeit umsetzen. Die Spielfreude stieg und ich wagte wieder einen freundlichen Blick zu den Kollegen.
Reaktion am zweiten Abend:
Natürlich hatte ich eine hohe Erwartungshaltung. Trotzdem wieder eine sehr gute Konzentration. Ruhige Bogenhaltung, Spaß am kammermusikalischen Spiel. Kleine Fehler habe ich wahrgenommen, aber ich konnte locker lassen und habe mich nicht verkrampft.
Nächste Konzertreihe:
1. Abend:
Ich konnte in Ruhe meine Stimme spielen. Das Dirigat war für mich klar, die Noten wieder plastisch erkennbar. Bemerke: Das Blickfeld wird größer, man hört andere Stimmen besser und kann gut miteinander kammermusikalisch spielen.
2. Abend:
Ich habe Kraft, bin bei mir und konzentriert. Ich bin sicher.
Resumée:
Es ist ein wunderbares und erhebendes Gefühl, wenn man sich im Konzert endlich wieder von Anfang bis zum Ende konzentrieren kann, egal, welcher Dirigent vorne steht. Ich fühle mich nicht mehr wie gelähmt, sondern frisch und lebendig und wach.
Teilen auch Sie uns Ihre Erfahrungen mit.
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